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Quarzuhrwerke für Wanduhr, Tischuhr und Kaminuhr im Vergleich

Welches Uhrwerk passt in Ihre Wanduhr? Wir haben zwölf Quarzuhrwerke für den Selbstbau und die Reparatur gegenübergestellt – nach Zeigerwellenlänge, Laufbild, Ausstattung und Preis.

Zum Vergleich → Passendes Maß finden
Rechteckiges Quarzuhrwerk mit langer Anwelle, daneben der lose Zeigersatz auf einer Werkbank
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QUARZUHRWERK-EMPFEHLUNG
Hicarer Uhrwerk, 31 mm Zeigerwellenlänge
✓ Unabhängig – kein Herstellereinfluss
✓ Maße zuerst – Zeigerwellenlänge vor Marke
✓ Belegt – Datenblatt und Rezensionen als Grundlage

Werke für Wanduhren: welches Quarzuhrwerk passt zu Ihrem Aufbau?

Ein Quarzuhrwerk ist die Antriebsmechanik Ihrer Uhr: Es zählt die Schwingungen eines Quarzkristalls und bewegt damit die Zeiger. Vier Bauarten decken fast jeden Aufbau ab – Standardwerk, Funkuhrwerk und die Sonderformen Pendelwerk und Einsteckwerk.

Wichtiger als die Bauart ist aber das Maß. Passt die Zeigerwellenlänge nicht zur Stärke Ihres Zifferblatts, sitzen die Zeiger zu tief oder klemmen – unabhängig davon, wie gut das Werk sonst ist.

Zur Maßberatung: Zeigerwellenlänge bestimmen →
Bauart

Standardwerk: das klassische Wanduhrwerk

Die gewöhnliche Bauart: Sie stellen die Zeit über ein Rädchen an der Rückseite. Sie deckt die größte Preisspanne ab – vom günstigsten bis zum teuersten Werk im Feld – und hat die größte Auswahl an Zeigerwellenlängen: von knapp 14 mm bis 31 mm reicht die Spanne in unserem Vergleich.

+ Stärke: Auswahl, Preis, einfacher Einbau − Schwäche: Zeitumstellung von Hand
Bauart

Funkuhrwerk mit DCF77-Empfang

Das Werk holt sich die Uhrzeit über den Zeitzeichensender DCF77 und stellt auch zwischen Sommer- und Winterzeit selbst um. Der Preis dafür ist die Abhängigkeit vom Empfang: In den ausgewerteten Rezensionen kommen Aussetzer vor, und ohne Signal bleibt die manuelle Einstellung.

+ Stärke: stellt sich selbst − Schwäche: Empfang nicht überall
Sonderformen

Pendelwerk und Einsteckwerk

Ein Pendelwerk treibt zusätzlich ein sichtbares Pendel an – nötig nur, wenn Ihr Gehäuse eines hat. Ein Einsteckwerk ist dagegen eine fertige Anzeige mit Zifferblatt und Zeigern in einem Rahmen, der in einen runden Ausschnitt kommt: Sie sparen die Maßrechnerei und geben Gestaltungsfreiheit ab.

+ Stärke: genau für ihren jeweiligen Sonderfall gebaut − Schwäche: außerhalb dieses Sonderfalls kein Vorteil gegenüber dem Standardwerk

Die drei bestbewerteten Quarzuhrwerke

Alle Werke im Vergleich →

Ein Hinweis vorweg: Unsere Empfehlung führt mit 31 mm die längste Zeigerwellenlänge im Feld. Das ist kein Universalmaß, sondern ein Wert für dicke Zifferblätter. Wer ein 3 mm starkes Blatt bestückt, ist mit einem kürzeren Werk besser bedient – welchem, klärt unsere Maßberatung.

Hicarer Uhrwerk, 31 mm Zeigerwellenlänge Empfehlung
STANDARDWERK · GROSSE WANDUHR

Hicarer Uhrwerk, 31 mm Zeigerwellenlänge

BEWERTUNG 1,4

Mit 31 mm die längste Zeigerwellenlänge im Vergleich und eines der günstigsten Werke; mehrere internationale Rezensionen bestätigen einen genauen und leisen Lauf.

10,99 €
Preis inkl. MwSt.
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TFA Dostmann Einsteckuhr 60.3543.02 Auch empfehlenswert
EINSTECKWERK, FUNKUHRWERK · TISCH- UND KAMINUHR

TFA Dostmann Einsteckuhr 60.3543.02

BEWERTUNG 1,5

Komplette Einsteckuhr mit Funkuhrwerk, Montagering (Ø 77 mm) und zwei Zifferblättern – fertige Anzeige statt bloßem Uhrwerk; Rezensionen bestätigen einen leisen Lauf.

16,52 €
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Dugena Quarzuhrwerk ME 838, 26 mm Zeigerwellenlänge Auch empfehlenswert
STANDARDWERK · WANDUHR

Dugena Quarzuhrwerk ME 838, 26 mm Zeigerwellenlänge

BEWERTUNG 1,7

Deutsche Uhrmacher-Marke mit 26 mm Zeigerwellenlänge für bis zu 19 mm starke Zifferblätter, inklusive zweier Zeigerpaare; Rezensionen bestätigen den passgenauen Einbau.

29,99 €
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Für den Selbstbau: eine Uhr selbst bauen

Eine eigene Wanduhr braucht drei Teile: ein Zifferblatt, einen Zeigersatz und das Werk dahinter. Die Reihenfolge beim Planen ist immer dieselbe – erst das Zifferblatt, dann das Werk, dann die Zeiger.

Schritt 01

Zifferblatt messen

Stärke des Blatts und Durchmesser der Bohrung notieren. Bei Holz, Beton oder Epoxid ist das Blatt oft deutlich dicker als bei Blech – und genau daran scheitern die meisten Fehlkäufe.

Schritt 02

Werk nach Maß wählen

Die Gewindelänge muss Zifferblatt und Mutter aufnehmen, die Zeigerwellenlänge zusätzlich den Zeigersatz. Steht im Datenblatt eine maximale Zifferblattstärke, ist das die einfachste Probe.

Schritt 03

Zeiger anpassen

Sieben der zwölf Werke im Vergleich bringen laut Herstellerangabe mindestens einen Zeigersatz mit. Kaufen Sie Zeiger einzeln, gleichen Sie vorher die Bohrungen mit der Anwelle ab – die Maße sind nicht genormt.

Zur Einbauanleitung in sieben Schritten →

So bewerten wir Quarzuhrwerke

Unsere Bewertung folgt einem festen Raster mit 4 Kriterien. Grundlage sind Herstellerangaben, technische Datenblätter und die systematische Auswertung von Kundenrezensionen. Eigene Messungen führen wir nicht durch.

01 / PASSUNG ANS GEHÄUSE

35 % der Bewertung

Nutzbare Zeigerwellenlänge und Gewindelänge, maximale Zifferblattstärke und das Drehmoment für Zeigerlänge und -gewicht laut Datenblatt.

02 / GANGGENAUIGKEIT

25 % der Bewertung

Zuverlässigkeit des Gangs laut ausgewerteten Kundenrezensionen – keines der Datenblätter nennt eine Ganggenauigkeit in Sekunden –, bei Funkuhrwerken zusätzlich das DCF77-Empfangsverhalten aus denselben Rezensionen.

03 / LAUFRUHE

20 % der Bewertung

Schleichsekunde oder Sprungsekunde und das Laufgeräusch, wie es in den Rezensionen wiederholt beschrieben wird.

04 / PREIS-LEISTUNG

20 % der Bewertung

Anschaffungspreis inklusive mitgeliefertem Zeigersatz im Verhältnis zur Ausstattung, verglichen mit dem übrigen Feld.

Wissen rund um das Uhrwerk der Wanduhr

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Kurz erklärt

Messen Sie zuerst die Stärke Ihres Zifferblatts. Die Zeigerwellenlänge ist der Teil der Anwelle, der vorn aus dem Blatt herausschaut – er muss Zifferblatt, Befestigungsmutter und Zeiger aufnehmen. Die Werke in unserem Vergleich reichen von 13,8 mm bis 31 mm.

Bei der Sprungsekunde rückt der Sekundenzeiger im Sekundentakt weiter und tickt dabei hörbar. Bei der Schleichsekunde läuft er gleichmäßig durch, das Laufgeräusch fällt deutlich geringer aus – ganz still ist auch sie nicht. Mehr dazu im Ratgeber zur Schleichsekunde.

In aller Regel eine Mignonzelle (AA) mit 1,5 V. Alle Werke in unserem Vergleich, die den Batterietyp überhaupt nennen, verwenden diese Zelle. Beigelegt ist sie dort, wo der Hersteller den Lieferumfang nennt, nirgends – planen Sie sie beim Kauf mit ein.

Meist ja. Entscheidend sind drei Maße: Zeigerwellenlänge, Durchmesser der Bohrung im Zifferblatt und die Bohrungen der Zeiger. Passen die alten Zeiger nicht auf die neue Anwelle, brauchen Sie einen neuen Zeigersatz. Die Schritte stehen im Einbau-Ratgeber.

Alle Fragen & Antworten →