Deewish Funkuhrwerk, 24 mm Zeigerwellenlänge
Das einzige Funkuhrwerk im Vergleich, für das der Hersteller eine Schleichsekunde ausweist; 24 mm Zeigerwellenlänge für Zifferblätter von 11 bis 13 mm, die Zeigerbohrungen sitzen jedoch eng.
Unsere Bewertung
Vorteile
- Der Hersteller weist eine Schleichsekunde aus, und drei Rezensionen bestätigen den gleitenden Sekundenzeiger – darunter eine mit nur einem Stern
- Sechs Rezensionen aus Deutschland, Frankreich und Italien bestätigen die automatische Zeiteinstellung über DCF77, eine davon rund acht Minuten nach dem Einlegen der Batterie
- Zeigerwellenlänge und zulässige Zifferblattstärke stehen beziffert im Datenblatt – 24 mm und 11 bis 13 mm
- Drei Rezensionen beschreiben den Austausch eines alten Werks als unkompliziert, eine davon lobt die bebilderte deutschsprachige Anleitung
- Zeigersätze liegen bei; eine Rezension nennt vier Sätze in verschiedenen Farben
Nachteile
- Zwei Rezensionen melden zu enge Zeigerbohrungen – einmal wurde mit einer Rundfeile, einmal mit einer Rundzange aufgeweitet
- Zwei Rezensionen beschreiben die Zeiger als dünne, teils verbogene Stanzteile; der Hersteller begründete das laut einer Rezension mit der geringen Masse, die das Werk bewegen muss
- Eine Rezension berichtet von einem Werk, das deutlich zu schnell lief, eine willkürliche Uhrzeit anzeigte und dessen Zeiger hakten
- Der Positionierungsstift lässt sich laut einer Rezension nach dem Herausziehen nicht wieder einsetzen
- Keine Herstellerangabe zu Gewindelänge, Zeigerbohrung oder Drehmoment; Zifferblätter unter 11 mm Stärke nennt das Datenblatt nicht
Unsere Einschätzung im Detail
Das Deewish-Funkuhrwerk ist das einzige Werk in diesem Vergleich, für das der Hersteller Funkempfang und Schleichsekunde gemeinsam ausweist. Für 16,99 € richtet es sich vor allem an Reparierer: Es ersetzt ein stehendes Werk in einer vorhandenen Wanduhr mit 11 bis 13 mm Zifferblattstärke.
Montage und Inbetriebnahme
Zwei Maße nennt das Datenblatt beziffert: 24 mm Zeigerwellenlänge und eine Zifferblattstärke von 11 bis 13 mm. Das ist ein Fenster und keine Obergrenze – ein dünnes Holzblatt von 3 oder 6 mm führt der Hersteller nicht auf. Angaben zur Gewindelänge und zum Drehmoment fehlen. Der Einbau selbst gelingt laut drei Rezensionen unkompliziert, altes Werk heraus und neues hinein; eine Rezension lobt die bebilderte deutschsprachige Anleitung ausdrücklich. Der Haken ist die Zeigermontage. Zwei Rezensionen melden Bohrungen in Stunden- und Minutenzeiger, die sich nicht aufstecken ließen – eine weitete sie mit einer Rundfeile auf, die andere mit einer Rundzange. Einen Wert für die Zeigerbohrung nennt das Datenblatt nicht, wer eigene Zeiger verwenden will, hat also keine Zahl zum Abgleich. Vor der ersten Inbetriebnahme wird ein Positionierungsstift auf der Rückseite herausgezogen, und zwar endgültig: Laut einer Rezension lässt er sich nicht wieder einsetzen.
Erfahrungen aus Nutzerberichten
Eine Herstellerangabe zur Ganggenauigkeit in Sekunden pro Monat liegt nicht vor; das Werk gleicht sich über das DCF77-Signal ab. Sechs Rezensionen aus Deutschland, Frankreich und Italien bestätigen, dass das trägt – in einem Fall stand die Uhr rund acht Minuten nach dem Einlegen der Batterie auf der richtigen Zeit, eine französische Rezension nennt die Einstellung sekundengenau. Eine Rezension beschreibt das Gegenteil: Das Werk lief deutlich zu schnell, ging binnen kurzer Zeit mehrere Stunden vor und blieb schließlich auf einer willkürlichen Uhrzeit. In den 245 Kundenbewertungen auf Amazon entfallen 8 % auf einen Stern. Zum Laufgeräusch äußern sich drei Rezensionen, alle drei bestätigen einen Lauf ohne Ticken – auch die mit einem Stern hält das ausdrücklich fest. Eine Einschränkung nennt der Hersteller selbst: Mit 1,2-V-Akkus startet der Funkempfang nicht.
Verarbeitung und Qualität
Gehäuse und Rahmen bestehen laut Datenblatt aus Kunststoff und Metall, die Anzeigegröße gibt der Hersteller mit 72 mm an, die Gehäusemaße mit 56 × 19 mm. Kritik gibt es zweimal, und beide Male an den beiliegenden Zeigern: Eine Rezension nennt deren Qualität schlicht nicht gut, eine zweite beschreibt dünne, teils verbogene Stanzteile. Derselben Rezension erklärte der Hersteller auf Nachfrage, die Zeiger seien bewusst leicht gehalten, damit das Werk weniger Masse bewegen muss. Zum Werk selbst liegt keine Beanstandung vor.
Für wen eignet sich das Uhrwerk?
Das Werk eignet sich für Reparierer mit einer vorhandenen Wanduhr, deren Zifferblatt 11 bis 13 mm stark ist und die auf den Sekundentakt und das Zeitumstellen verzichten wollen. Für ein dünnes selbst gebautes Zifferblatt ist es die falsche Wahl – diese Stärken deckt das Datenblatt nicht ab. Wer eigene Zeiger aufstecken will, prüft die Bohrungen vorab und legt eine Rundfeile bereit.
Ausstattung im Überblick
- DCF77-Funkempfang mit automatischer Zeiteinstellung; die Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit löst eine REC-Taste auf der Rückseite aus
- Schleichsekunde laut Hersteller: ein gleitender Sekundenzeiger statt eines hörbaren Sekundentakts
- 24 mm Zeigerwellenlänge, laut Datenblatt für Zifferblätter von 11 bis 13 mm Stärke
- Gehäusemaße 56 × 19 mm, Gehäuse aus Kunststoff und Metall mit Metallrahmen
- Betrieb mit einer Mignonzelle (AA), nicht im Lieferumfang – laut Hersteller keine 1,2-V-Akkus, sonst startet der Funkempfang nicht
- Wandhalterung für den Innenbereich; vor der ersten Inbetriebnahme wird ein Positionierungsstift auf der Rückseite herausgezogen
Alternativen
Wer Alternativen prüfen möchte, findet im Vergleich weitere Uhrwerke im Direktvergleich. Gut bewertete Werke im Vergleich:
Fazit der Redaktion
Funkempfang und ausgewiesene Schleichsekunde zusammen gibt es in diesem Vergleich nur hier, und das für 16,99 €. Die Rezensionen bestätigen beides – sie zeigen aber auch, dass die mitgelieferten Zeiger Nacharbeit brauchen und das Zifferblatt in ein engeres Maßfenster passen muss als bei den übrigen Werken.
Jetzt bei Amazon ansehen*Affiliate-Link


